Kosten

Seit August 2013 hat jedes Kind, dass das erste Lebensjahr vollendet hat, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz egal ob die Eltern einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder nicht. Sie haben die Wahl, ob Sie Ihr Kind bei einer Tagesmutter anmelden oder in einer Kindertageseinrichtung.

Jugendamt zahlt Kinderbetreuung

Für die Kinderbetreuung in einer Kita oder in der Kindertagespflege müssen Eltern in der Regel Beiträge zahlen, die regional und/oder je nach Träger unterschiedlich hoch sind. Je nach Bundesland gelten für die Kostenübernahme und deren Voraussetzungen bestimmte Regel. Der Kreis, die Stadt oder die Gemeinde legen die Höhe  des Tagesbetreuungs- oder. Pflegegeldes fest. Nach dieser richtet sich eine mögliche Kostenübernahme. Die Höhe hängt ab

  • vom Einkommen der Eltern,
  • von der Zahl der Kinder in der Familie und
  • vom Umfang der Kinderbetreuung.

In speziellen Fällen übernimmt das Jugendamt ganz oder teilweise die Kosten für die Kinderbetreuung. Für die Übernahme der Kosten für Kindertagespflege gibt es gesonderte Voraussetzungen. Die Tagespflege muss geeignet und für das Kind erforderlich sein. Ebenso muss das Jugendamt die Tagespflegeperson vermittelt haben oder bei einer Privatvermittlung überprüfen, ob die Person für die Tagespflege geeignet ist.

Kosten für Kinderbetreuung von der Steuer absetzen

Kosten für die Kinderbetreuung werden unabhängig davon, ob das Kind eine Kita oder eine Tagesmutter besucht, steuerlich berücksichtigt. Dafür gelten bestimmte Bedingungen. Die Faustregel: Eltern können für ihre Kinder von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr zwei Drittel der Kosten für die Kinderbetreuung von der Steuer absetzen - bis zu maximal 4.000 Euro pro Jahr und Kind.
Erwerbstätige Paare, bei denen beide Partner arbeiten, und Alleinerziehende können diese steuerlichen Vorteile wie Werbungskosten oder Betriebsausgaben ausschöpfen. Ist die oder der Alleinerziehende oder ein Partner krank, behindert oder in Ausbildung und der andere erwerbstätig oder ebenfalls krank, behindert oder in Ausbildung, so bestehen die gleichen Möglichkeiten im Rahmen der Sonderausgaben.

Allereinerziehende können höhere Kosten für Kinderbetreuung geltend machen

Erwerbstätige allein erziehende Personen können für ihre Kinder von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr zwei Drittel der Kosten für die Kinderbetreuung, maximal 4.000 Euro pro Jahr und Kind, wie Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Ist die allein erziehende Person krank, behindert oder in Ausbildung, so bestehen die gleichen Möglichkeiten, allerdings im Rahmen der Sonderausgaben.Hier werden 20 Prozent der Kinderbetreuungskosten - höchstens aber 600 Euro - als Abzug von der Steuerschuld berücksichtigt. Dies gilt nur dann, wenn es sich nicht um ein sozialversicherungspflichtiges bzw. geringfügiges Beschäftigungsverhältnis handelt. Auch müssen die sonstigen gesetzlichen Voraussetzungen des Einkommensteuergesetzes erfüllt sein. Für sozialversicherungspflichtige und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse gilt: Handelt es sich bei der Kinderbetreuung um eine geringfügige Beschäftigung im Privathaushalt, so können 10 Prozent der Kosten, höchstens 510 Euro, steuermindernd berücksichtigt werden. Handelt es sich bei der Kinderbetreuung um mehr als nur um eine geringfügige Beschäftigung, so können 12 Prozent der Aufwendungen, höchstens 2.400 Euro, von der Steuerschuld abgezogen werden.

Steuerliche Begünstigung von Arbeitgeberleistungen für Kinderbetreuungskosten

Einige Arbeitgeber gewähren zusätzlich zum Arbeitslohn freiwillig Arbeitgeberleistungen. Dienen diese Sach- und Barleistungen dazu, nicht-schulpflichtige Kinder der Arbeitnehmer in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen zu betreuen, so können sie steuer- und sozialversicherungsfrei sein. Vergleichbare Einrichtungen sind zum Beispiel Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Tagesmütter, Wochenmütter und Ganztagspflegestellen. Entscheidend für die Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit ist, dass

  • die Leistungen zusätzlich zum Arbeitslohn erbracht werden
  • die Leistungen nur an den Zweck der Unterbringung und Betreuung der nicht schulpflichtigen Kinder der Arbeitnehmer gebunden sind
  • die Beschäftigten dem Arbeitgeber nachweisen, dass sie das Geld für die Kinderbetreuungskosten verwenden und
  • der Arbeitgeber die Nachweise im Original als Belege zum Lohnkonto aufbewahrt.

Quelle: Familie.de